Monthly Archives: Januar 2011

Viva Las Vegas!

bryce

Und weiter geht es mit unserer wilden USA-Rundfahrt! Auch die berühmte Wüstenstadt las vegas habe ich schon einmal besucht. Leider war ich damals noch minderjährig und damit war der ganze Trip für mich völlig sinnlos. Als Minderjähriger ist es einem nämlich verboten, in den Casinos (die gefühlte 99 Prozent der Stadt bedecken) stehen zu bleiben. man darf nur durch die Casinos durchgehen und das auch nur auf den roten Teppichen. Sobald man den teppich verlässt oder stehen bleibt, kommt sofort ein Angestellter des Casinos und fordert zum Weitergehen auf.

Dadurch war für mich der Las Vegas Trip nicht so aufregend, wie man es sich vielleicht vorstellt. Gut, es war schon lustig, mit der großen Achterbahn um das New York, New York Hotel zu fahren und einmal die weißen Tiger von Siegfried und Roy zu sehen, die damals übrigens noch gänzlich unverletzt waren, aber alles in Allem würde ich eher von einem Urlaub in der Wüstenmetropole abraten. Die einzigen Ausnahmen würde ich hier für Spielsüchtige und Heiratswillige machen ;-)

Die Stadt ist für mich der Inbegriff von amerikanischem Lifestyle. Alles ist irgendwie übertrieben und schrill und so schrecklich surreal. Warum muss man in Form von Hotels denn die halbe welt nachbauen und dann unmengen Geld für eine Gondelfahrt auf einem gefakten Canale Grande verlangen? Aber wahrscheinlich erschließt sich nur für uns Europäer der Sinn dahinter nicht, weil und ein Trip nach Venedig wesentlich weniger kostet. Vielleicht würde ich mir ein nachgebautes New York hier in Europa auch ansehen und mich darüber freuen, dass es billiger ist als eine Reise in das Original.

Das einzig wirklich Beeindruckende an dem Kurzurlaub war aber unser Ausflug zum Grand Canyon und zum Bryce Canyon. Das hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Allerdings solltet ihr niemals mit einem kleinen Flugzeug in die Canyon fliegen. Ich hatte in meinem Leben wirklich selten so viel Angst. Die Turbulenzen waren unbeschreiblich. Wir sind mit unserem 20sitzer öfter mal über 100 Meter abgesackt und landeten zum Schluss noch in einem gewitter mit hühnereigroßen Hagelkörnern. NIE WIEDER!!!

Big Apple!

NY

Die wohl schönste Stadt der Welt ist für mich New York, der Big Apple! Leider ist es inzwischen schon wieder über 2 Jahre her, dass ich das letzte Mal da war. Hätte ich die Möglichkeit, ich würde sofort dort hinziehen und alles hier stehen und liegen lassen. Die Aura der Stadt (bzw. von Manhatten) ist so besonders, dass man es erlebt haben muss, um zu verstehen.

Die einzige deutsche Stadt, die meiner Meinung nach ein annähernd vergleichbares Gefühl vermittelt ist Berlin. Man fühlt sich irgendwie geborgen, aber doch völlig fremd, eine Stecknadel im Heuhaufen eben. Diese extrem hohen Häuser, die Millionen Menschen auf der Straße: alles wirkt so surreal und man begreift, wie wertlos und klein man eigentlich ist. Für die Selbstfindung ist New York also definitiv ein empfehlenswerter Ausflugstipp.

Ich war vorletzten Winter dort, kurz vor Weihnachten. Die Dekoration war leider nicht so üppig, wie ich es mir erhofft hatte, aber dennoch schien die ganze Stadt zu glänzen. Am letzten Tag hatten wir sogar etwas Schnee und sind deswegen gleich noch mal in den Central Park gegangen. In der Wintersonne ist das wirklich beeindruckend.

Übrigens kann ich diese Zeit für einen Kurzurlaub schwer empfehlen. Wir hatten kaum Touristen und mussten nirgends stehen. Selbst die Fähre zur Freiheitsstatue war leer. Jeder, der schon einmal in New York war, weiß, was für ein Wunder das ist. Normalerweise muss man allein einen halben Tag für die Schlange einplanen. Neben diesem habe ich noch einen weiteren echten Insidertipp: direkt am Madison Square Garden neben dem Hotel Pennsylvania (was man übrigens nie, nie buchen sollte) gibt es das nicht gerade schön anmutende Schnellrestaurant Chinatown Express. Believe me or not, aber das ist das beste Essen der Welt!

Ich habe wirklich selten besseres gegessen. Wir waren da jeden Tag und jeden Tag war es einfach nur gut. Man muss schon etwas hart im Nehmen sein, denn die Einrichtung ist mehr als schäbig, aber ihr werdet es nicht bereuen.

Ein Ostern in San Francisco

San Francisco

Ich freue mich riesig auf meine Reisepläne in diesem Jahr. Machne Menschen sparen ihr Geld oder geben es für Technik, Klamotten oder anderen Schnick Schnack aus. Ich hingegen investiere alles, was ich übrig habe in meine Reisen. Dafür lebe ich einfach. Mein Motto ist: man sollte reisen, solange man noch jung genug dafür ist.

Das sehe ich zum Beispiel bei meinen Großeltern. Sie sind nie wirklich gereist. Erst hielt sie ihr Land davon ab, denn sie kommen aus der ehemaligen DDR und inzwischen ist es der Garten, wobei ich das eher als Ausrede ansehe, denn auch ein garten kann mal ohne intensive Zuwendung eine Woche überleben. So möchte ich einfach nicht werden. Ich möchte im Alter auf ein intesives Leben zurückblicken und das Gefühl haben, die Welt in allen Facetten gesehen zu haben.

Lange Vorrede, aber auch langer Sinn: ich habe mein Weihnachtsgeld prompt in eine Reise nach San Francisco über Ostern investiert. Die Stadt im äußersten Westen der USA fasziniert mich schon seit meiner Kindheit. Ich möchte mich auf Alcatraz einschließen lassen und beten, dass sich die Türen auch wieder öffnen und ich nicht wie im Film The Rock als Gefangener genommen werde.


Ich möchte über die Golden gate Bridge laufen und in den
Yosemite und den Sequoia Nationalpark und die beeindruckende Landschaft, die Mammutbäume sehen.

Dann muss ich natürlich noch Cablecar fahren. Diese reise wird sicher richtig schön und ich hoffe, dass das wetter auch mitspielt. Zumindest mit den Füßen möchte ich im Pazifik stehen, denn dann hatte ich meine Füße schon in alles Ozeanen der erde (wenn man das Nordmeer nicht mitzählt, versteht sich). Leider werden wohl keine Überreste der Hippiebewegung mehr aufzuspüren sein, aber mit Fantasie kann man sich vielleicht noch vorstellen, wie die Stadt zu Zeiten der Freien Liebe gewirkt haben muss.

kulinarisches Prag

u fleku

Ich liebe tschechisches Essen. Das ist einfach genau das Richtige für mich: schön deftig und große Portionen. Aus diesem Grund habe ich mir auch viel von meinem Pragurlaub versprochen. Gleich am ersten Abend sind wir dann in einem Restaurant gelandet, dass sich später als echter Geheimtipp unter Kennern herausstellen sollte: das Trilobit.

Wenn ihr schon einmal in Prag seid, dann müsst ihr unbedingt dahin und Gulasch essen. Ich habe wirklich noch nie in meinem Leben so gutes Gulasch gegessen. Natürlich wird es traditionell mit Knödeln aus Semmeln und Kartoffeln gereicht.

Was mich an Prag aber abschreckt, sind die doch sehr gepfefferten Preise. Ich kenne es eigentlich aus anderen Regionen des Landes, dass es im Vergleich sehr preiswert ist. Aber gut, wir waren ja auch in der Hauptstadt und die hat sich dem europäischen Standard absolut angepasst.

Übrigens würde ich als Tourist nie wieder in das berühmte U Fleku gehen, denn ich habe mich absolut verarscht gefühlt. Das geht zu wie im Taubenschlag dort. Man hat praktisch noch die Gabel im Mund und schon wird alles abgeräumt. Mal eben eines der berühmte Biere trinken ist aussichtslos und dann ist man noch umgeben von peinlichen deutschen Touristen, die Sauflieder singen. Einfach schrecklich. Und das Essen hat auch nicht geschmeckt. Da würde ich mir dann doch lieber eine der vielen kleinen Brauereien suchen, die ihr Bier direkt vom Kessel in die Gläser der Gäste füllen.

Generell ist Prag für den Bierliebhaber ein empfehlenswertes Reiseziel. Ich habe dort sehr, sehr viel Bier getrunken und mich absolut heimisch gefühlt.